über... --- equipment --- bildbearbeitung


Eine besondere Leidenschaft im Rahmen der digitalen Tanzsportfotografie stellt die Elektronische Bild-Verarbeitung (EBV) dar. Hierbei kann ich mich im Gegensatz zu manch anderem -meist Leute die mich dabei beobachten- sehr gut entspannen. Trotz des immensen Zeitaufwandes, den eine solche Bearbeitung in Anspruch nimmt, nehme ich mir so oft es geht gerne diese Zeit, da die Ergebnisse mich doch meist für den Zeitaufwand entschädigen.

Zu den generellen Bearbeitungen vor dem Einstellen eines jeden Bildes gehören:

  • Tonwertkorrektur
  • Kontrastkorrektur
  • Geraderichten
  • Bereinigung des Bildausschnitts
  • Der Arbeitsaufwand der Bildbearbeitung, die ich oben angesprochen habe, geht allerdings weit darüber hinaus.
    Meist fängt alles mit dem so genannten "Freistellen" des Hauptmotivs an. Dies ist auch die Tätigkeit, wo die meisten Beobachter fragen: "Wie kannst Du dabei nur so ruhig bleiben? Ich hätte schon längst aufgegeben!". Zum Freistellen gibt es diverse Werkzeuge, allerdings ist es immer notwendig, so genau wie es eben geht der Kontur des Hauptmotivs mit dem Eingabengerät (Maus, Stifttablett, etc.) nachzufahren.
    An dieser Stelle sei allen Schneidern dafür gedankt, dass sie immer wieder diese hübschen Fransen an den Kleidern verwenden, denn diese sind ebenfalls Teil der Kontur, die man mit der Maus nachzeichnen muss.
    Hat man so die Teile, die man bearbeiten / verfremden möchte mittels des Freistellens vereinzelt, kann man z.B. dem Hintergrund getrennt vom Hauptmotiv bestimmte Effekte oder Farbverfremdungen (z.B. Schwarz-Weiss-Umwandlung, Sepia-Tönung, etc.) zuweisen.


    Die Bearbeitung des nebenstehenden Fotos hat z.B. ca. 3 Stunden in Anspruch genommen. Zuerst wurde die Dame im Vordergrund -wie bereits oben erklärt- "freigestellt". Dies hat ca. 50% der Zeit in Anspruch genommen.
    Dann wurde in diversen Einzelschritten der Hintergrund des Bildes in Schärfe (in dieser Darstellungsgröße leider nicht deutlich sichtbar), Sättigung und auch Farbgebung nachbearbeitet.
    Zu guter Letzt wurde dann noch der Rahmen (schwarze Streifen an den oberen und unteren Bildrändern) eingefügt und das Bild mit dem Titel und der Signatur versehen.
    Im Endeffekt besteht dieses Bild nun aus insgesamt 5 Ebenen, die mit Hilfe unterschiedlicher Verknüpfungsmodi zu einem Bild zusammengerechnet wurden.

    Für den Vorher-/Nachhervergleich bitte einfach die Maus über das Bild bewegen. Weitere Beispiele für meine Bearbeitungen finden Sie hier.

    Komplexere Bilder können ganz schnell bis zu 10 Ebenen enthalten, so dass der Bearbeitungsaufwand nachvollziehbar extrem ansteigt. Womit wir auch schon bei der Erstellung von Collagen sind, denn hierbei ist der Aufwand aufgrund der Tatsache, dass diverse Bilder zu einem Bildarangement zusammengesetzt werden, wiederum höher. So kann ich schon mal ganz schnell 8 Stunden mit der Entwicklung einer Collage beschäftigt sein. Beispiele für die in der letzten Zeit von mir gefertigten Collagen können Sie hier sehen.